Förderung für gesunde Böden: Bundesumweltministerium unterstützt bodenschonende Landwirtschaft
Gesunde Böden sind das Fundament für Klimaschutz und Artenvielfalt. Um deren Funktion als Kohlenstoffspeicher zu stärken und die Biodiversität in Agrarlandschaften aktiv zu fördern, startet das Bundesumweltministerium am 1. Juni 2026 einen neuen Förderaufruf zur Anschaffung bodenschonender Landtechnik.
Unterstützung im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK)
Die Maßnahme ist Teil des Klimaschutzprogramms 2026 der Bundesregierung. Das Zuschuss-Programm richtet sich an Akteure, die in moderne Technik investieren möchten, um Böden nachhaltig zu bewirtschaften. Dazu zählen:
- Landwirtinnen und Landwirte
- Landwirtschaftliche Lohn- und Dienstleistungsunternehmen
- Gewerbliche Maschinenringe
- Anerkannte Naturschutzvereinigungen
Interessenten können ihre Anträge ab sofort über das Förderportal der Landwirtschaftlichen Rentenbank einreichen: Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz - Rentenbank
Förderfähige Maschinen und Technik
Die Förderung fokussiert sich auf Technologien, die aktiv zur Boden- und Insektenschonung beitragen. Dazu gehören unter anderem:
- Mulchgeräte: Für den Einsatz im Ackerbau und bei Sonderkulturen.
- Messerbalkenmähwerke: Zur insektenschonenden und biodiversitätsfördernden Grünlandernte.
Fokus auf Fruchtartenvielfalt: Neue Kriterien für die Ackerbau-Förderung
Eine zentrale Neuerung in diesem Förderaufruf ist die stärkere Gewichtung der Fruchtartenvielfalt. Die Bundesregierung möchte damit gezielt Anreize für einen nachhaltigen Humusaufbau setzen.
„Mehr Vielfalt auf dem Acker leistet einen wichtigen Beitrag zum Humusaufbau und stärkt die Fruchtbarkeit unserer Ackerböden“, erklärt Carsten Schneider. Landwirtschaftliche Betriebe, die beispielsweise durch den verstärkten Anbau von heimischen Eiweißpflanzen zur Vielfalt beitragen, erhalten eine erhöhte Unterstützung: Investitionen in elektrisch betriebene Feldroboter oder Mulchsaatmaschinen können mit bis zu 30 Prozent gefördert werden.
Warum gesunde Böden für das Klima entscheidend sind
Bundesumweltminister Carsten Schneider unterstreicht die Bedeutung der Initiative: „In einer Handvoll gesunder Boden stecken mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde. Deshalb wollen wir diejenigen unterstützen, die ihre Böden schonend bewirtschaften.“
Neben nassen Moorböden steht bei diesem Programm die nachhaltige Bewirtschaftung von Mineralböden im Fokus. Da diese ebenfalls große Mengen Kohlenstoff binden und Wasser speichern können, sichert eine bodenschonende Wirtschaftsweise langfristig die Zukunft der landwirtschaftlichen Betriebe und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zum nationalen Klimaschutz.