Bayerns Staatskantinen gehen mit gutem Beispiel voran

Mehr Regionalität, mehr Bio und mehr Bayern: Bayerns staatliche Kantinen kommen dem Ziel einer stärker regional und ökologisch ausgerichteten Gemeinschaftsverpflegung zunehmend näher. Inzwischen erfüllen 82 von 91 staatlichen Kantinen die Vorgabe, mindestens 50 Prozent ihrer Lebensmittel aus regionaler und ökologischer Erzeugung zu beziehen.
Damit erreichen mittlerweile mehr als 90 Prozent der staatlichen Kantinen die gesetzte Marke. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hebt insbesondere das Engagement der Küchenverantwortlichen hervor. Denn die Umsetzung erfolgt unter herausfordernden Rahmenbedingungen wie steigenden Kosten, begrenzten Personalkapazitäten, schwankenden Gästezahlen und einer hohen Preissensibilität der Gäste.
Deutliche Entwicklung in den vergangenen Jahren
Wie das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF) mitteilt, ist der Anteil der Kantinen, die die 50-Prozent-Vorgabe erfüllen, in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. 2023 waren es rund 64 Prozent, 2024 bereits 81 Prozent. Mit der aktuellen Erhebung wurde die Marke nun von 82 der insgesamt 91 staatlichen Kantinen erreicht.
In den Einrichtungen werden täglich mehr als 15.500 Gäste versorgt. Die Kantinen unterscheiden sich dabei deutlich in ihrer Größe und Struktur – von kleineren Einrichtungen bis hin zu Großkantinen mit mehr als 1.000 ausgegebenen Mahlzeiten pro Tag.
Regionalität und Bio in der Gemeinschaftsverpflegung
Die Zahlen zeigen, dass regionale und ökologische Lebensmittel auch in größeren Verpflegungsstrukturen einen festen Platz finden können. Gleichzeitig bedeutet ein hoher Bio- und Regionalanteil für die Küchen eine entsprechende Anpassung der Beschaffung: Die Produkte müssen in ausreichenden Mengen verfügbar sein, zuverlässig geliefert werden und zu den Anforderungen der jeweiligen Küche passen.
Dabei spielen regionale Lieferstrukturen und langfristige Partnerschaften eine wichtige Rolle. Eine steigende Nachfrage aus der Gemeinschaftsverpflegung kann wiederum Absatzmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe und Verarbeiter in der Region schaffen.
Bio-Großhandel als Teil der Lieferstruktur
Auch Bio-Großhändler übernehmen dabei eine Rolle: Sie bringen das Angebot regionaler Erzeuger und Hersteller mit den Anforderungen professioneller Küchen zusammen. EPOS Bio Partner unterstützt diesen Prozess mit einem auf die Außer-Haus-Verpflegung ausgerichteten Bio-Vollsortiment und regionalen Produkten aus Bayern und Baden-Württemberg. Über die Lieferstruktur können regionale Produkte gemeinsam mit dem weiteren Bio-Sortiment an Kantinen, Mensen, Schulen und andere Großverbraucher geliefert werden.
So trägt auch die Zusammenarbeit entlang der Lieferkette dazu bei, dass mehr Bio und Regionalität im Küchenalltag umgesetzt werden können – von den Erzeuger:innen über Handel und Logistik bis hin zur fertigen Mahlzeit.
Gemeinschaftsverpflegung mit Potenzial
Die Entwicklung der staatlichen Kantinen macht deutlich, welches Potenzial in der Gemeinschaftsverpflegung für Bio und regionale Lebensmittel liegt. Wenn täglich viele Menschen in Kantinen essen, entsteht eine kontinuierliche Nachfrage, die regionale Wertschöpfungsketten stärken kann.
Dass inzwischen mehr als 90 Prozent der staatlichen Kantinen die 50-Prozent-Marke erreichen, zeigt dabei vor allem das Engagement der Küchen und ihrer Partner. Bio und Regionalität werden damit zunehmend zu einem festen Bestandteil professioneller Gemeinschaftsverpflegung.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, „Mehr Regionalität, mehr Bio, mehr Bayern“, 2026.









